Dressurspektrum Neuenrade de

Vom Führzügel bis zum Grand Prix

Preisfrage: Was geschieht, wenn man direkt zu Beginn eines Foto-Tages aus Versehen seine Kamera verstellt ohne es zu bemerken? Richtig! Man produziert jede Menge fotografischen Müll. Dass ich Glück im Unglück hatte und nicht nur Müll dabei herausgekommen ist,  ermöglicht es mir meinen Bericht über das Neuenrader Dressurspektrum 2009 doch noch mit Bildern zu bereichern.

Glück hatte nicht nur ich mit meiner Kamera, sondern auch der gestgebende  RFZV Neuenrade-Küntrop e.V. – und zwar mit dem Wetter. Das ganze Wochenende über war es weder zu heiß noch zu kalt und am wichtigsten: es gab keinen Regen, obwohl regelmäßig dicke Wolken den Himmel bedeckten.

Ablauf und Ergebnisse

Als ich am späten Vormittag auf dem Turniergelände erschien, betrat Peter Srässer vom gastgebenden Verein gerade mit seinem Pferd Quampus Gregor das Viereck und sollte mit der Wertnote 7.30 diese Prüfung für sich entscheiden, gefolgt von den zweit- und drittplatzierten Jutta Kayser (ebenfalls RFZV Neuenrade-Küntrop e.V.) auf Flambeau und Nina Stanger (ZRFV Kamen e.V.) auf Flinders Island. Alle Ergebnisse der Prüfungen gibt es im Übrigen auf diesem PDF der Seite Turnierservice Hollmann.

Im Anschluss an die Dressurprüfung folgte eine Dressurreiterprüfung der Klasse A, das Finale im Hitzblech Pokal, welches Meike Oelerich vom Fehmarnscher Ringreiterverein e.V. auf ihrem Pony Lhasa mit einer 7.80 gewann und somit auch erste in der Wertung um den Hitzbelch Pokal wurde. In der anschließenden Siegerehrung zeigten uns die jungen Nachwuchsreiter, dass auch Dressursportler mal richtig Gas geben können.

Jetzt wurde es erst noch einmal spannend, denn weiter ging es mit einer drei Sterne Dressurprüfung der Klasse S “Grand Prix Special”, bei der den Zuschauern und natürlich auch mir, Reiter und Pferde vom Feinsten präsentiert wurden. Dabei belegt Bodo Haase (RV Lüdenscheid e.V.) auf seinem Pferd Incocco – Jambo den dritten Platz hinter Markus Jungwirth (RFV Alt Marl e.V.) auf Count Basie und dem glücklichen Gewinner Norbert Lochthowe (ZRFV Dorsten e.V.) auf De La Noche.

Mit den anschließenden Reiter und Führzügel Wettbewerben, gab man nun auch den jüngsten eine Chance  ihre erst kürzlich erworbenen Reitkenntnisse auf die Probe zu stellen und wurde dem Anspruch, Dressur vom kleinen bis zum ganz großen Sport zu zeigen gerecht. Den Reiterwettberwerb gewann Aurelia Volbert (ZRFV Arnsberg-Holzen e.V.) auf Calimera und erste im Führzügelwettbewerb wurden Nele Brosswitz (RV Hemer-Edelburg e.V.) und Roma (Foto).

Das Highlight dann zuletzt. Nach der interessanten Darbietung eines Voltigiervereins folgte die Große Prüfung S** Kür. Auf dem Abreiteplatz herrschte Aufregung, denn von einigen Reitern erfuhr ich, dass ihre Pferde einige Elemente der Prüfung noch nie auf einem Turnier hatten zeigen müssen. Dabei sein, dass war für die meisten schon ein Abenteuer und entsprechend spannend war demnach auch der Verlauf. James Koford aus den USA startete als erstes mit seinem Pferd Rhett und der wohl ungewöhnlichsten Kürmusik des Wochenendes. An Sprach- und Geräuschelementen aus den Batman Filmen zu daramtischer Musik  (auch aus Batman?) schieden sich die Geister.Ich persönlich muss sagen, dass ich seine Kür gerne gesehen hätte und die Musik auch ansprechend fand. Sie gab dem ruhigen Dressureinerlei einfach einen dramatischen touch und hatte mit Sicherheit mehr Niveau als “Lady Gaga” und Co, die auch hier und da zur Kürmusik verarbeitet worden waren. Letztendlich entscheidet aber schließlich auch nicht die Kürmusik, sondern die Darbeitung von Reiter und Pferd und so gewannen der vorher schon oft platzierte Bodo Haase (RV Lüdenscheid e.V.) und sein Pferd Whispering Beauty diese Prüfung und durften die goldenen Farben des Gewinners anlegen. (Foto)

Das “look and feel”

“Eintritt frei” war einer der Punkte des glungenen Werbeplakates für das Turnier, welcher mir die Entscheidung ob ich mir dort für einen Tag “nur” Dressurreiten (alle Dressurreiter mögen mir vergeben ^^”) die Beine in den Bauch stehe. Rückblickend war es genau die richtige Entscheidung, denn die  gemütliche Aufmachung mit weißen und gelben Pavillions und den zahlreichen Möglichkeiten sich zu angemessenen Preisen zu verpflegen, zusammen mit den netten Menschen, haben den Sonntag für mich nicht nur wegen der Fotos zu einem wirklich gelungenen Tag gemacht. Schon vor einigen Jahren habe ich mit der Familie Strässer, welche den Reitverein leitet im Unterricht und Umgang durchweg positive Erfahrungen sammeln können und so freue ich mich jeder Zeit wieder auf das nächste Jahr und weitere Veranstaltungen auf dem Gelände des RFZV Neuenrade-Küntrop e.V.!

An dieser Stelle möchte ich nochmals allen Gewinnern und Platzierten der Prüfungen zu ihrer gelungenen Teilnahme gratulieren und ihnen gutes weiteres reiterliches Gelingen wünschen!

Hinweis für Turnierteilnehmer und Angehörige

Im Rahmen dieser Website habe ich selbstverständlich nicht alle Fotos ausgestellt, die an diesem Tag entstanden sind. Alle die mir ihre E-Mail Adresse hinterlassen haben, werden in den nächsten Tagen von mir hören. Sollten weitere Fotos von bestimmten Startern oder Abzüge der Bilder (selbstvertsändlich ohne Wasserzeichen) von Interesse sein, bitte ich darum mir ebenfalls eine Nachricht zukommen zu lassen.

Eine Antwort auf Dressurspektrum Neuenrade
  1. Hallo,
    bin heute erst dazu gekommen, die Seite anzuschauen. Schöner Bericht. Danke.
    Wir sind sehr an den Fotos von den Siegerehrungen und von den Pferden, die von Peter Strässer u. Carmen Errulat-Strässer geritten worden sind interessiert und würden diese gerne geschickt bekommen. Ist das möglich?

    Liebe Grüße
    Margot Strässer

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *