Deutschlands Landgestüte deen

Geschichte, Pferde, Aktuelles

Landgestüt Warendorf, Landgestüt Redefin, Haupt- und Landgestüt Marbach. Das sind klingende Namen von denen jeder Pferdefreund schon einmal gehört hat. Wir verbinden sie mit schönen Pferden, prunkvollen Gebäuden, einem Hauch Nostalgie, doch auch mit brandaktuellen Themen wie Sportpferdezucht, -verkauf und Hengstleistungsprüfungen. Doch was genau ist eigentlich ein Landgestüt? Wo kommen sie her? Was macht sie besonders und welche Gestüte gibt es in Deutschland?

Diesen Fragen wird Equine Blog in der kommenden Zeit entgegentreten und beginnend mit diesem Artikel über das Landgestüt an sich und nach und nach über alle deutschen Landgestüte berichten.

Das Landgestüt

Die Aufgaben eines Landgestütes sind es Züchtern hochwertige Hengste zur Verfügung zu stellen und so den Erhalt und die Verbreitung guter Pferde in Deutschland zu sichern. Diese Hengste werden als Landbeschäler bezeichnet und verbringen die Zeit außerhalb der Decksaison auf eben diesen Gestüten. Während der Decksaison hingegen werden die Hengste auf kleineren über Deutschland verstreute Deckstationen gehalten.

Ein Gestüt, welches sich nicht nur der Unterbringung, sondern auch der Zucht von Landbeschälern widmet wird als Hauptgestüt bezeichnet. Werden die dort gezüchteten und untergebrachten Hauptbeschäler wie Landbeschäler zur allgemeinen Zucht zur Verfügung gestellt, erhält das Gestüt den Titel Haupt- und Landgestüt.

Landgestüte sind staatliche Einrichtungen, ihre Angestellten sind in der Regel verbeamtet und tragen zu feierlichen Anlässen Uniform.

Geschichte der Landgestüte

Landgestüte im eigentlichen Sinne gibt es seit dem 17. Jahrhundert, sie verbreiteten sich bishin ins 18. Jahrhundert in Deutschland, wenngleich die einzelnen Gestütshöfe oftmals deutlich älter sind.

Damals war es wie heute Ziel die Pferdezucht zu forcieren und den Nachschub an guten Pferden für Landarbeit und Kavallerie zu sichern, indem ausgesuchte Hengste den Züchtern zur Verfügung gestellt wurden. Demnach wurden zunächst hauptsächlich schwere Pferde gezüchtet, die sich als taugliche Arbeitstiere erwiesen, jedoch mit aufkommender Motorisierung immer unwichtiger wurden und beinahe aus vielen Gestüten verschwanden. Aus diesen alten Rassen entwickelten sich im Pferdesportboom der 60er Jahre die modernen sportlichen Pferdetypen die heutzutage das Bild der Landgestüte prägen. Auch wenn selbst unter dem Aspekt der Sportpferdezucht, die Notwendigkeit der Gestüte immer wieder in Frage gestellt wird, erfreuen sich selbst die alten, schweren Rassen wieder größerer Beliebtheit und vielerorts gibt es anhaltende Bemühungen, diese Pferde nach altem Vorbild nachzuzüchten und zu erhalten.

Immer einen Besuch wert

Die deutschen Landgestüte liegen in der Regel auf sehr schönen, historischen und gepflegten Anlagen. Sie sind für Besucher geöffnet und laden oft mit speziellen Führungen und Verpflegungsmöglichkeiten zu einem Tagesausflug ein. Dabei können sowohl die Pferde in den Stallungen angesehen, als auch Bereiter bei der Arbeit beobachtet werden. Weit bekannt sind auch die großen Hengstparaden die jährlich auf den Gestüten stattfinden und bei denen die edlen Landbeschäler sich sowohl sportlich als auch künstlerisch bei Quadrillen und Showeinlagen präsentieren.

Deutsche Landgestüte

Deutschland zählt Momentan zehn Landgestüte, wovon drei den Status eines Haupt- und Landgestüts Besitzen. Die einzelnen Gestüte werden in Zukunft noch einzeln auf Equine Blog ausführlich vorgestellt werden. Namentlich sind es:

Die Equine Blog Reihe über die Landgestüte wird demnächst mit deutschlands ältestem Landgestüt, dem Haupt- und Landgestüt Marbach, eröffnet.

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2 Antworten auf Deutschlands Landgestüte
  1. Schöner Bericht mit schönen Bildern. Man bekommt gleich Lust auf mehr. ;-)

  2. Ich find deine Seite echt genial, denn mit so vielen Fotos liest es sich viel einfacher.

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