Signal Iduna Cup Dortmund de

Großer Preis der Bundesrepublik und Meggle Preis

Spannend ging es am gestrigen Sonntag auf dem Signal Iduna Cup in der Dortmunder Westfalenhalle zu. Neben der Weltspitze des Dressurreitens die ihr Können im Meggle Preis Grand Prix Special unter Beweis stellten, traf sich auch die Elite der Springreiter um ihre Kräfte im Großen Preis der Bundesrepublik, einer internationalen Springprüfung mit Stechen der Klasse S zu messen. Equine Blog war dabei und berichtet über die Highlights am Sonntag.

Meggle Preis

Erstmals richtig spannend wurde es am Sonntagmorgen beim internationalen Grand Prix Spezial mit 12 Teilnehmern, darunter auch Ulla Salzgeber, Isabell Werth und Hubertus Schmidt, die mit ihren Pferden Herzruf’s Erbe, El Santo NRW und Dark Diamond an den Start gingen.

Gerade gegen Ende wurde den Zuschauern noch einmal richtig etwas geboten, denn der Meggle Preis in der leider nur mäßig besetzten Westfalenhalle gehörte ganz den letzten Startern, die die drei ersten Plätze belegten. So machten Christoph Koschel und Donnperignon mit 74,542 % den dritten Platz, hinter einer nach einer tollen Darbietung überglücklichen Victoria Max-Theurer, auf dem Oldenburger Hengst Augustin OLD mit 76,125 %.  Erste wurde Isabell Werth, die mit dem 10 jährigen El Santo NRW von Ehrentusch  77,500 % abräumte und schließlich die stimmungsvolle Siegerehrung in der abgedunkelten Westfalenalle genießen durfte.  (Foto)

Finale Youngster Tour

Richtig krachen ließen es dann am Mittag die Teilnehmer des Preises von Lutz und Christa Goessing im Finale der internationalen Youngster Tour. Dieser Preis der Nachwuchspferde verschaffte uns einen Blick auf die Namen, von denen wir in Zukunft einige sicher noch öfter hören werden.

Nach einem soliden ersten Umlauf mit einer Hindernishöhe von 1,40 m, den 9 Paare fehlerfrei absolvierten folgte ein knackiges, spannendes Stechen bei dem so manchem Youngster viel abverlangt wurde und die Reiter nichts anbrennen ließen. Henrik von Eckermann und der erst 7 jährige Cornet du Lys (Foto) von Cornet Obolensky legten zunächst mit 0 Fehlern eine Zeit von 37.45 Sekunden vor, mussten sich dann aber doch noch von 3 älteren Pferden schlagen lassen.

Die letzte Platzierung mit 300€ „Trostpreis“ ergatterten sich Franz-Josef Dahlmann und Cornado NRW, ebenfalls von Cornet Obolensky, die zwar Strafpunktfrei blieben, aber mit einer vergleichsweise hohen Zeit von über 39 Sekunden keine größeren Chancen hatten.

Wout-Jan van der Schans und Quincy W, von Quidam de Revel, gaben alles und begeisterten das staunende Publikum mit einer überaus spektakulären Abkürzung, ließen dann aber doch noch Zeit liegen und belegten den 5. Platz. Auch Felix Haßmann wollte es wissen und legte mit Horse Gym’s Balzaci von Balou de Rouet einen Ritt hin, der dem raunenden Publikum bei jedem Sprung den Atem stocken lies und schob sich mit der Wahnsinnszeit von 35.04 Sekunden auf Platz 2, bis… ja bis Sebastian Karshüning (Foto) als letzter Starter nach einem zunächst gleichmäßigen und ruhigen Ritt vor den letzten zwei Sprüngen seine Holsteiner Stute Taquila von Paramount noch einmal richtig antrieb und Haßmann 20 Zehntel-Sekunden klaute, die von tosendem Beifall belohnt wurden.

Das Ergebnis lautete also: Sebastian Karshüning mit Taquila auf Platz 1, dicht gefolgt von Felix Haßmann auf Horse Gym’s Balzaci und mit zwei Sekunden Abstand auf dem 3. Platz der Ire Breen Shane auf Cos I Can.

Großer Preis der Bundesrepublik

Auch in diesmal haben sich viele Firmen der Region Dortmund wieder zusammengeschlossen um den Großen Preis der Bundesrepublik zu tragen, dessen Erstplatzierter diesmal mit einem vollausgestatteten A-Klasse Mercedes belohnt wurde.

Im ersten Umlauf der internationalen Springprüfung starteten 42 Paare, von denen 4 nach Abwürfen aufgaben, darunter auch Wesley Heijdens überraschend nach 8 Fehlerpunkten vor dem letzten Sprung. Enttäuschend auch Carsten-Otto Nagel der mit Lex Lugar den halben Parcours abräumt und 12 Fehlerpunkte kassiert. Nicht viel mehr Glück hatte Mario Stevens, dessen Westfale D’Avignon sich während einer sonst fehlerfreien Runde in den orange-weißen Einsprung der dreifachen Kombination verguckt und so ein zweimaliges Verweigern zum Ausschluss des Paares führt. Wout-Jan van der Schans scheidet nach einem beinahe Sturz am Ochser aus.

Nach dem ersten Umlauf waren es dann noch 16, die sich durch fehlerfreie Ritte für das Stechen qualifiziert hatten. Es beginnt mit dem  Niederländer Hendrik-Jan Schuttert, der mit seiner Stute Cerona Z auch als erster Starter im 1. Umlauf direkt einmal gezeigt hatte, wie man eine fehlerfrei Runde hinlegt. Diesmal ist ihm allerdings kein Erfolg vergönnt, sodass er am Ende mit 8 Fehlerpunkten auf Platz 14 landet. Als nächstes startet für Brasilien Karina Harbich Johannpeter mit Donna D und unterbietet Schutterts Zeit um 2 ½, sie bleibt allerdings Strafpunktfrei und belegt so den ersten Platz, an dem sich die folgenden Starter noch die Zähne ausbeißen. So auch Marco Houtzager und Sterrehof’s Opium VS, die nach einem absoluten Höllenritt doch nur zweite werden, oder Vladimir Tuganov mit Amarok der seinen 13 jährigen Holsteiner Wallach während eines spektakulären und schnellen Ritts nach der zweifachen Kombination einfach in die falsche Richtung lenkt. Nur ein Aufschrei des Publikums kann größeren Zeitverlust verhindern, sodass er am Ende trotz allem noch den 12. Platz belegt. Es folgen weitere Starter, die sich allesamt hinter Johannpeter einreihen. Als letztes Paar kommen Gert-Jan Bruggink und Andrea in die Halle. Sie gehen kein Risiko ein, reiten im Vergleich zu anderen die längeren Wege, und schaffen es am Ende dann doch noch! Sie absolvieren den Parcours beinahe Sekunden schneller als Karina Harbich Johannpeter und Donna D.

So platziert sich also zum ersten mal ein Niederländer ganz vorne im Großen Preis der Bundesrepublik, gefolgt von Karina Harbich Johannpeter und Marc Houtzager.

Teilnehmer und Ergebnisse aller Tage gibt es ->hier.



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3 Antworten auf Signal Iduna Cup Dortmund
  1. Super Bericht und super Schnappschüsse. Sehr Informativ

  2. Ich war auch da! Die Fotos haben mich wieder an den spannenden und schönes Tag erinnert! Hab dank

  3. Deine Fotos sind sehr gelungen, auch der Bericht ist super, danke!

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